Unfälle 2025: Straßen und Haushalt besonders riskant
Kopfverletzungen bei Rad- und E‑Scooter-Unfällen nahmen 2025 zu, während Haushaltsunfälle weiter an der Spitze blieben.
Unfälle begleiten den Alltag in Österreich – auf der Straße, in der Freizeit oder sogar zu Hause. Die Unfallzahlen für 2025 zeigen, dass die Gefahren vielfältig sind: Während Verkehrsunfälle insgesamt zunehmen, passieren die meisten Verletzungen weiterhin im häuslichen Umfeld. Besonders besorgniserregend sind die steigenden Zahlen bei Kopfverletzungen von Rad- und E‑Scooter-Fahrern.
Mehr Verletzte im Krankenhaus
Im Jahr 2025 wurden rund 824.400 Menschen nach Unfällen in österreichischen Krankenhäusern behandelt. Das entspricht einem leichten Anstieg von etwa zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auffällig ist dabei, dass die Mehrheit der Verletzten nicht auf der Straße, sondern zu Hause verunfallte. Knapp 334.500 Personen erlitten Verletzungen im eigenen Haushalt – etwa beim Kochen, Putzen oder durch Stolperfallen. Vor allem ältere Menschen sind hier besonders betroffen, so die Bilanz des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV).
Kopfverletzungen bei Rad und E‑Scooter
Auch auf den Straßen Österreichs kam es 2025 zu einem Anstieg von Verletzten. Insgesamt wurden mehr als 37.000 Personen bei Verkehrsunfällen verletzt – so viele wie seit 2016 nicht mehr. Besonders betroffen sind Radfahrer, von denen über 2.200 schwer verletzt wurden. Die KFV-Statistik zeigt zudem, dass Kopfverletzungen bei Rad- und E‑Scooter-Unfällen deutlich zugenommen haben. Bei E‑Scootern trug nur ein geringer Teil der Fahrer einen Helm, bei Fahrrädern immerhin rund 60 Prozent. Experten fordern daher verstärkt Helmpflicht und Aufklärung, um schwerwiegende Verletzungen zu verhindern.
Haushalt und Freizeit
Abseits des Verkehrs zeigen die Zahlen: Die meisten Unfälle passieren im alltäglichen Umfeld. Neben Haushaltsunfällen sind auch Freizeitaktivitäten und Sport oft die Ursache für Verletzungen. Insgesamt erlitten rund 280.700 MenschenVerletzungen bei sportlichen oder freizeitbezogenen Aktivitäten, weitere 111.400 bei Arbeit oder in der Schule. Besonders häufig betroffen sind Finger, Knie und Fußgelenke. Kopfverletzungen kommen aber nicht nur im Straßenverkehr vor – auch bei Sport oder Haushalt haben sie im Jahr 2025 zugenommen.
Sicherheit stärken – auf allen Ebenen
Die Unfallzahlen 2025 zeigen: Gefahren lauern überall. Auf den Straßen sind Radfahrer und E‑Scooter-Fahrerbesonders verletzungsgefährdet, zu Hause drohen Stolperfallen und Haushaltsunfälle. Präventionsmaßnahmen wie Helmtragen, sichere Infrastruktur, Aufklärung über Unfallrisiken im Alltag und im Sport werden immer wichtiger. Nur durch gezielte Prävention und ein Bewusstsein für alltägliche Risiken lassen sich die Zahlen mittelfristig senken und Verletzungen verhindern.
(red)