WWF präsentiert Fünf-Punkte-Paket
WWF und Klimaforscher Huppmann fordern Reformen, um Energiepreise zu senken, Emissionen zu reduzieren und Österreich krisenfester zu machen.
Der WWF fordert einen Kurswechsel der Bundesregierung, um Österreich unabhängiger von fossilen Energieimporten zu machen. Gemeinsam mit Klimaforscher Daniel Huppmann legt der WWF ein Fünf-Punkte-Paket vor, das Krisensicherheit, Klimaschutz und leistbare Energie miteinander verbinden soll. Laut WWF-Klimasprecherin Viktoria Auer müsse der Weg aus der fossilen Preisfalle über Reformen führen, die Energieverschwendung reduzieren, fossile Subventionen umschichten und natürliche Schutzmaßnahmen priorisieren.
Huppmann betont, dass drei Hebel entscheidend seien: geringerer Energieverbrauch durch Effizienzsteigerung, naturverträglicher Ausbau erneuerbarer Energien und Schutz sowie Wiederherstellung natürlicher Ökosysteme. Diese Maßnahmen senken langfristig Energiekosten, reduzieren Emissionen und stärken die Gesellschaft gegen Extremereignisse wie Hitze, Dürre oder Hochwasser.
Das Paket umfasst konkrete Maßnahmen: strengere Gesetze und verdoppelte Sanierungsraten zur Senkung des Energieverbrauchs, beschleunigter Ausbau von Photovoltaik und Windkraft, sowie Renaturierungsprojekte und weniger Bodenversiegelung. Als Sofortmaßnahme schlägt der WWF gezielte Förderungen für sozial benachteiligte Haushalte vor, anstelle früherer „Gießkannenpolitik“. Außerdem sollen jährlich bis zu sechs Milliarden Euro an umweltschädlichen Subventionen schrittweise in Energiespar- und Naturschutzprogramme umgelenkt werden, um Fehlanreize zu vermeiden.
Laut WWF könnten ohne Trendwende bis 2030 kumuliert rund 30 Milliarden Euro für kontraproduktive Förderungen ausgegeben werden – ein Szenario, das das Paket vermeiden soll.
APA/Red.
