Küchenschwämme im Mikroplastik-Fokus

Beim Gebrauch von Küchenschwämmen lösen sich Kunststoffpartikel, die als Mikroplastik in die Umwelt eingetragen werden.

08.06.2026 14:24
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Produkte mit geringerem Kunststoffanteil setzen weniger Mikroplastik frei und verursachen entsprechend geringere Umweltbelastungen.

Küchenschwämme gehören zu den alltäglichen Gebrauchsgegenständen in Haushalten weltweit. Eine aktuelle Untersuchung zeigt nun, dass sie beim Gebrauch eine relevante Quelle für Mikroplastik in Abwasser sein können. Ursache ist der mechanische Abrieb während des Spülens, durch den Kunststoffbestandteile freigesetzt werden.

Freisetzung durch alltägliche Nutzung

Während der normalen Nutzung verlieren Küchenschwämme kontinuierlich Material. Enthalten sie Kunststoffe, werden diese durch Reibung abgelöst und als Mikroplastik in das Abwassersystem eingetragen. Damit trägt ein alltäglicher Haushaltsgegenstand zur Verbreitung von Mikroplastik in der Umwelt bei, ohne dass dies im Alltag sichtbar wird. Die Untersuchung betrachtet nicht nur die Freisetzung von Mikroplastik, sondern auch die gesamten Umweltauswirkungen des Geschirrspülens mit Schwämmen. Dabei zeigt sich, dass die Umweltbelastung im Lebenszyklus des Produkts stark vom Wasserverbrauch beim manuellen Spülen beeinflusst wird. Herstellung und Materialabrieb spielen im Vergleich eine geringere Rolle, sind aber dennoch Teil der Gesamtwirkung.

Unterschiede zwischen Materialien

Deutliche Unterschiede ergeben sich je nach Zusammensetzung der Schwämme. Produkte mit geringerem Kunststoffanteil setzen weniger Mikroplastik frei und verursachen entsprechend geringere Umweltbelastungen. Schwämme, die als besonders umweltfreundlich oder „organisch“ vermarktet werden, schneiden in der Untersuchung tatsächlich besser ab als herkömmliche Varianten mit höherem Kunststoffanteil.

Bedeutung für den Alltag

Die Ergebnisse zeigen, dass auch scheinbar harmlose Alltagsprodukte zur Mikroplastikbelastung beitragen können. Besonders relevant ist dabei die Wahl des Materials. Schon eine Veränderung der Produktzusammensetzung kann dazu beitragen, die Freisetzung von Mikroplastik im Haushalt zu reduzieren. Gleichzeitig wird deutlich, dass auch alltägliche Gewohnheiten wie das manuelle Spülen insgesamt Umweltwirkungen haben, die oft unterschätzt werden.

(red)

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