Österreichs Windkraft mit Rekord-August

Mit 572 Gigawattstunden erreichte die Windkraft im August einen neuen Rekordwert und setzte damit ihren starken Sommer fort.

07.09.2026 9:04
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Von Jänner bis August erzeugten die österreichischen Windkraftanlagen rund vier Prozent mehr Strom als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Österreichs Windräder haben im August so viel Strom erzeugt wie in noch keinem August zuvor. Nach Angaben der IG Windkraft kamen die Anlagen auf 572 Gigawattstunden (GWh). Auch der Juli war bereits ein besonders starker Monat.

Hohe Windstromproduktion

Im Juli lag die Windstromerzeugung rund 31 Prozent über dem Durchschnitt der vergangenen zwölf Jahre. Damit war es der zweitstärkste Juli seit 2014. Im August wurde dieser Wert nicht nur bestätigt, sondern ein neuer Monatsrekord erreicht. Zusammen lieferten die Windkraftanlagen im Juli und August knapp 14 Prozent des österreichischen Stromverbrauchs. Das hohe Aufkommen fällt in einen Sommer, der von Hitze und Trockenheit geprägt war. Die Stromproduktion aus erneuerbaren Quellen entwickelt sich dabei je nach Wetterlage unterschiedlich. Bei der Windkraft können auch die Sommermonate hohe Erträge bringen.

Mehr Windstrom als im Vorjahr

Von Jänner bis August erzeugten die österreichischen Windkraftanlagen rund vier Prozent mehr Strom als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Gegenüber dem Durchschnitt der vergangenen zwölf Jahre liegt die Produktion laut IG Windkraft um knapp 23 Prozent höher. Auch im Vergleich mit fossilen Kraftwerken fällt der Unterschied inzwischen deutlich aus. Im Sommer produzierten die Windräder fast achtmal so viel Strom wie die österreichischen Gaskraftwerke. Von Jänner bis August lag die Windstromproduktion knapp 40 Prozent über der gemeinsamen Erzeugung aller heimischen Gaskraftwerke.

Ausbau bleibt umstrittenes Thema

Die IG Windkraft führt die aktuellen Zahlen als Argument für einen weiteren Ausbau der Windenergie an. Geschäftsführer Florian Maringer verweist dabei auf die Bedeutung eines breiten Mixes aus erneuerbaren Energien, Netzen und Speichern. Wie groß der Beitrag der Windkraft zur Stromversorgung tatsächlich ist, hängt allerdings von der jeweiligen Erzeugung und dem Stromverbrauch ab. Neben Wind spielen in Österreich vor allem Wasserkraft und Photovoltaik eine Rolle. Bei geringer Erzeugung kommen auch thermische Kraftwerke und Stromimporte zum Einsatz. Nach Angaben der IG Windkraft versorgen die österreichischen Windkraftanlagen derzeit rechnerisch rund 2,75 Millionen Haushalte mit Strom.

(PA/red)

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