Brandgefahr durch falsche Mülltrennung
Falsch entsorgte Batterien, E-Zigaretten und elektronische Geräte sorgen in Entsorgungsbetrieben für wachsende Probleme.
Brandalarme und Löscheinsätze nehmen für Feuerwehren in der Umgebung von Müllentsorgungsbetrieben zu. Immer wieder sind falsch entsorgte Gegenstände die Ursache für Probleme in den Anlagen. Besonders Batterien, E-Zigaretten und elektronische Geräte können dabei gefährlich werden.
Abfalltrennung ist vielen wichtig
Fast 80 Prozent der Bevölkerung halten die Abfalltrennung für wichtig. Das zeigt eine kürzlich im Auftrag von „Österreich sammelt“ durchgeführte Market-Umfrage. Bei der Frage nach der Funktionsweise des Systems fällt die Einschätzung allerdings deutlich zurückhaltender aus. Nur rund ein Drittel der Befragten bezeichnet die Müllsortierung als gut. Lediglich zehn Prozent sind der Meinung, dass das Mülltrennungssystem sehr gut funktioniert.
Gefährliche Gegenstände im Abfall
Mit den Folgen einer falschen Mülltrennung haben sowohl öffentliche als auch private Entsorgungsbetriebe zu kämpfen. Batterien, E-Zigaretten und elektronisches Kinderspielzeug gelten hierbei als problematisch. Auch halbvolle Gasflaschen werden öfters im Müll gefunden. Vor allem Batterien stellen in den Abfallströmen ein erhebliches Risiko dar. Werden sie bei der weiteren Verarbeitung beschädigt, können sie sich entzünden. Das Problem: Gefährliche Gegenstände sind im angelieferten Abfall nicht immer sofort zu erkennen und können zwischen anderen Abfällen verborgen sein.
Entsorgungsbetriebe können nur begrenzt eingreifen
Die Entsorgungsanlagen selbst werden nach strengen Vorschriften errichtet und laufend behördlich kontrolliert. Gegen falsch entsorgte Gegenstände im angelieferten Abfall können die Betriebe jedoch nur begrenzt etwas unternehmen. Nach Einschätzung von Experten führen die heutigen Lebensgewohnheiten trotz aller Bemühungen um Müllvermeidung und Abfalltrennung zu großen Mengen an Reststoffen, die in den Entsorgungsbetrieben landen. Darunter befinden sich auch Stoffe und Gegenstände, die dort ein Sicherheitsrisiko darstellen.
Folgen für Betriebe und Einsatzkräfte
Kommt es in einer Entsorgungsanlage zu einem Brand, sind häufig Feuerwehren im Einsatz. Dadurch werden Einsatzkräfte gebunden. Gleichzeitig können Brände Schäden an Anlagen verursachen und den laufenden Betrieb beeinträchtigen. Das Problem beschränkt sich damit nicht auf die Entsorgungsunternehmen selbst. Auch die Feuerwehren müssen sich auf zusätzliche Einsätze einstellen, wenn falsch entsorgte Problemstoffe in den Abfall gelangen.
(PA/red)