EU warnt vor globaler Energiekrise

Konflikte im Nahen Osten treiben Preise und Risiken für die Versorgung.

06.05.2026 11:05
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Nach Einschätzung von Dan Jørgensen steht die Welt vor einer der schwersten Energiekrisen überhaupt. Seit der Eskalation im Nahen Osten haben die Mitgliedstaaten der Europäische Union deutlich mehr für fossile Brennstoffe bezahlt, ohne zusätzliche Liefermengen zu erhalten.

Ein zentraler Faktor ist die Lage rund um die Straße von Hormus, über die normalerweise ein erheblicher Teil des globalen Öl- und Flüssiggashandels läuft. Durch Spannungen zwischen Iran, den USA und Israel ist der Schiffsverkehr dort massiv eingeschränkt. Zusätzlich wurden Energieanlagen in mehreren Golfstaaten beschädigt, was die Lage weiter verschärft.

Die EU bereitet sich daher verstärkt auf mögliche Versorgungsengpässe vor, insbesondere bei Treibstoffen wie Kerosin. Neue Instrumente zur Überwachung der Versorgungslage sollen frühzeitig Engpässe erkennen und koordinierte Gegenmaßnahmen ermöglichen.

Bereits der Russische Invasion in die Ukraine 2022 hatte Europa in eine Energiekrise gestürzt. Die aktuellen Entwicklungen könnten die Situation erneut verschärfen.

Kritik an der Energiepolitik der EU kommt unter anderem von Petra Steger von der FPÖ. Sie sieht in den jüngsten Ereignissen eine Bestätigung struktureller Schwächen und warnt vor wachsender Abhängigkeit von geopolitischen Krisen.

APA/Red.

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