Hohe Spritpreise dämpfen Autonutzung

Steigende Treibstoffkosten führen dazu, dass viele Menschen ihr Auto seltener nutzen, ohne ihr Mobilitätsverhalten grundlegend zu ändern.

05.05.2026 11:33
red04
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Die gestiegenen Spritpreise infolge des Nahostkonflikts wirken sich zunehmend auf das Mobilitätsverhalten in Österreich aus. Laut einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Innofact im Auftrag von AutoScout24 geben 39 Prozent der Befragten an, ihr Auto derzeit seltener zu nutzen. Weitere 30 Prozent vermeiden gezielt unnötige Fahrten und planen ihre Wege effizienter. Dennoch hält die Mehrheit von 61 Prozent an ihrem bisherigen Mobilitätsverhalten fest.

Unterschiede zeigen sich auch zwischen den Geschlechtern: Während 42 Prozent der Männer ihre Autonutzung reduziert haben, sind es bei den Frauen 37 Prozent. Insgesamt deuten die Ergebnisse darauf hin, dass steigende Kosten zwar Anpassungen auslösen, diese jedoch meist begrenzt bleiben.

Ein Teil der Befragten zieht alternative Verkehrsmittel in Betracht: 16 Prozent sehen etwa in öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad eine realistische Option. Zudem arbeiten 5 Prozent häufiger im Homeoffice, um Fahrten zu vermeiden, während nur 4 Prozent verstärkt auf Fahrgemeinschaften setzen.

Langfristige Veränderungen sind bislang selten. Zwar haben sich viele Gedanken über ihr Mobilitätsverhalten gemacht, konkrete Schritte planen jedoch nur wenige. So erwägen einige den Umstieg auf ein Elektro- oder Hybridauto, während nur ein kleiner Anteil darüber nachdenkt, ganz auf das Auto zu verzichten oder die Fahrzeuggröße zu reduzieren.

Insgesamt zeigt die Umfrage, dass höhere Spritpreise kurzfristig zu Anpassungen führen können. Ob daraus jedoch dauerhafte Veränderungen entstehen, bleibt derzeit offen.

APA/Red.

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