Lieferprobleme bei 1.300 Medikamenten in Österreich

Lieferprobleme bei Arzneimitteln betreffen zahlreiche Präparate und sorgen für Engpässe in Apotheken im ganzen Land.

16.02.2026 16:17
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Besondere Engpässe gibt es bei Diabetes-Medikamenten und bestimmten Augentropfen.

In Österreich kommt es derzeit bei rund 1.300 Medikamenten zu Lieferproblemen, meldet der Arzneimittel-Großhändler Phago. Betroffen sind Präparate von Diabetes-Medikamenten bis zu antibiotischen Augentropfen, die nur noch eingeschränkt verfügbar oder teilweise kontingentiert ausgeliefert werden. Ziel sei es, die Entwicklungen frühzeitig zu beobachten und faktenbasiert zu handeln.

Probleme bei wichtigen Präparaten

Besondere Engpässe gibt es laut Phago bei Diabetes-Medikamenten und bestimmten Augentropfen. Andere wichtige Wirkstoffe werden weiterhin genau überwacht. Der Wirkstoff Bupropion, zum Beispiel gegen Depressionen und zur Raucherentwöhnung, ist derzeit noch vorrätig, doch weitere Engpässe könnten folgen. Kritik kommt von der Wiener Ärztekammer: Der kostenlose Gürtelrose-Impfstoff für Personen ab 60 Jahren und Risikogruppen sei derzeit nicht verfügbar. Viele Patienten hätten nur die erste Dosis erhalten, die zweite Dosis sei unklar. Das Gesundheitsministerium rechnet mit größeren Lieferungen im ersten Halbjahr 2026.

Auswirkungen auf Patienten

Lieferengpässe können bedeuten, dass verschriebene Medikamente verzögert oder gar nicht abgegeben werden. Besonders für chronisch Kranke und Risikogruppen kann das Folgen für die Gesundheit haben, wenn Therapien nicht wie geplant fortgeführt werden können. Die Ursachen für die Engpässe sind komplex: internationale Produktionsketten, Abhängigkeit von ausländischen Herstellern, Rohstoffengpässe oder Produktionsverzögerungen. Saisonale Schwankungen, etwa durch Grippewellen, erhöhen den Druck auf Lagerbestände. Experten betonen, dass in vielen Fällen auf gleichwertige Präparate ausgewichen werden kann. Großhandel, Apothekenverbände und Gesundheitsbehörden beobachten die Lage genau. Die angekündigte Wiederverfügbarkeit des Gürtelrose-Impfstoffs und mögliche weitere Lieferungen könnten die Engpässe im Laufe des Jahres verringern. Dennoch bleiben Lieferprobleme eine Herausforderung, die alle Beteiligten gemeinsam adressieren müssen.

(red)

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