Südeuropa besonders stark von Klimarisiken betroffen

Italien, Spanien und Griechenland stellen drei Viertel der 100 Regionen mit der höchsten physischen Klimaexposition.

28.09.2026 10:22
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Besonders stark vertreten sind Italien mit 40 Regionen, Spanien mit 22 und Griechenland mit zwölf.

Welche Regionen Europas künftig besonders stark von den Folgen des Klimawandels betroffen sein könnten, zeigt ein neues Ranking des Klima- und Naturrisiko-Analyseunternehmens refinq. „The refinq 100“ bewertet alle 1.165 NUTS-3-Regionen der 27 EU-Mitgliedsstaaten nach ihrer physischen Klimaexposition. Besonders stark vertreten sind Italien mit 40 Regionen, Spanien mit 22 und Griechenland mit zwölf. Zusammen stellen die drei Länder damit fast drei Viertel der Top 100. Die übrigen 26 Regionen verteilen sich auf sechs weitere Mitgliedstaaten, während 18 EU-Länder überhaupt nicht in den Top 100 vorkommen.

Hitze und Wasserknappheit dominieren

In 51 der 100 am stärksten exponierten Regionen ist Hitze das führende Risiko. In 39 Regionen steht Wasserknappheit an erster Stelle, in acht Waldbrand und in zwei Hochwasser. Keine der Regionen weist allerdings nur ein relevantes Risiko auf. Alle erreichen bei mindestens zwei Gefahren hohe Werte. An der Spitze des Rankings steht Ferrara in Italien mit einem Wert von 97,4. Dahinter folgen Bouches-du-Rhône in Frankreich mit 95,6 und Pisa in Italien mit 94,6. Auf den weiteren Plätzen finden sich Giurgiu in Rumänien, Ravenna, Cremona und Caserta in Italien sowie Serres in Griechenland, Padova und Rovigo in Italien.

Österreich nicht in den Top 100

Österreich erreichte im Gesamtranking Rang 294 von 1.165 Regionen. Die höchstplatzierte österreichische Region ist das Weinviertel nördlich von Wien. Deutschland ist mit keiner Region unter den ersten 100 vertreten. Die höchstplatzierte deutsche Region ist die Stadt Aschaffenburg auf Rang 105. Die Auswertung bezieht sich auf die erwartete Klimaexposition im Jahr 2080 unter einem Hochemissionspfad. Berücksichtigt werden Hitze, Wasserknappheit, Waldbrand und Hochwasser. Der kombinierte Wert ergibt sich aus dem einfachen Mittel der vier Gefahren.

Exposition ist nicht gleich Vulnerabilität

refinq weist zugleich darauf hin, dass eine hohe Klimaexposition nicht automatisch bedeutet, dass eine Region besonders verwundbar ist. Das Ranking erfasst, wie stark Klimagefahren auf die bestehende Bebauung einer Region einwirken könnten. Faktoren wie Schutzmaßnahmen, Finanzierung oder die Vorbereitung auf die Risiken werden nicht bewertet. Damit unterscheidet sich die Analyse von einer Bewertung der tatsächlichen Verwundbarkeit. Eine Region kann daher eine hohe physische Klimaexposition aufweisen und gleichzeitig vergleichsweise gut gegen die Folgen geschützt sein.

(PA/red)

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